Tossballer beim 4. IndoorCup der Rostock Buccaneros

Nach einem langen 2018 mit nur wenigen Spiel-Möglichkeiten freute sich das Tossballteam der Roadrunners auf ihr erstes Turnier 2019. Besonders schön für die Kinder: es ging zu einem Auswärtsturnier nach Rostock, für viele das erste Turnier außerhalb von Berlin. Schon vor dem Jahreswechsel hatten sich für dieses Event 17 Kinder verbindlich angemeldet. Die Motivation der Kids stieg merklich an. Darauf aufsetzend konnte das Training merklich intensiviert werden, wodurch das wöchentliche Training deutlich an Qualität gewann und die Anwesenheit beim Training merklich gesteigert wurde. Und so stiegen auch die Leistungen spürbar an.

Am 16. Februar war der große Moment gekommen und unsere Kinder konnten beim 4. Indoor-Cup der Rostock Buccaneros endlich wieder einmal gegen andere Teams antreten. Der erste Eindruck war jedoch erstmal entmutigend: erwärmten sich doch bereits die Spieler der anderen Mannschaften: und die waren meistens deutlich älter als unsere Spieler. Wie Coaches und Manager aber wussten, war das nicht überraschend, denn das Turnier war von 8-14 Jahren ausgeschrieben. Und es sollte sich wieder mal zeigen, dass Körpergröße im Hallenbaseball nur ein bedingter Vorteil ist: kleinere Spieler sind wendiger und kommen besser ums kleine Infield gelaufen. Und umso härter man den Ball schlägt, umso schneller kommt er von der Hallenwand wieder nach vorne ins Infield geprallt.

Aufgrund der so zahlreichen Zusagen konnten wir zwei Mannschaften melden. Den Start an diesem Tag machte das erste Team der Roadrunners gegen die Greifswald Mariners. Dieses Spiel konnte unsere Mannschaft deutlich mit 16:4 gewinnen. Gleich im Anschluss spielte dann unser zweites Team gegen die Schwerin Diamonds, was sehr, sehr knapp mit 5:6 verloren ging.  Im Spiel der Roadrunners I gegen die Rostock Buccaneros hatte unsere Mannschaft es mit einer technisch deutlich besseren Mannschaft zu tun. So ging dieses Spiel sehr deutlich mit 2:11 verloren. Bemerkenswert war trotzdem der Einsatz unserer Kinder, die nicht aufgaben und kämpften und sich sehr über die zwei Runs gegen einen als größer, besser und stärker empfundenen Gegner. 

Im zweiten Spiel der Roadrunners II mussten wir uns wieder äußerst knapp gegen die Hamburg Dragoons mit 16:17 geschlagen geben. Gleich danach gewannen wir mal ein One-Run-Game – Team 1 krönte eine gute Leistung in ihrem 3. Vorrundenspiel gegen die Hamburg Marines mit 12:11, im aus meiner Sicht von der Spannung her vielleicht besten Spiel des gesamten Turniers. Am Ende gab es sogar Diskussionen, ob der letzte Run wirklich zählte. Das letzte Vorrundenspiel der Roadrunners II gegen die jungen Männer der Lütjensee Lakers wurde ganz klar verloren. Für viele unserer Spieler war es das erste Turnier ihrer Karriere und dementsprechend waren sie in einigen Spielen gegen größere und ältere Teams manchmal zaghaft ob der hart geschlagenen Bälle. 

Das letzte Spiel der Roadrunners II war das Platzierungsspiel um Platz 7, das leider verloren ging. Dieses Team ist komplett noch unerfahren und für viele der im Durchschnitt 8 bis 9 Jahre alten Kinder war es ein sehr, sehr langer Spieltag. Luft und Konzentration reichten am Ende einfach nicht mehr aus - auch das etwas, was unsere Spieler und Spielerinnen nur in solchen Turnieren erleben und üben können.

Unser erstes Team aber stand verdient nach einer sehr gut gespielten Vorrunde im Halbfinale gegen die deutlich ältere Mannschaft der Lütjensee Lakers. Hier war es besonders erstaunlich, dass trotz der so offensichtlich technischen und körperlichen Unterschiede unser junges Team noch vier Runs scorte, wobei erwähnt werden soll, dass in zwei Spielen davor es den anderen Gegnern nicht gelungen war, überhaupt gegen den späteren Sieger zu punkten (die Lütjensee Lakers erspielten sich 24 Punkte). Dann war jedoch auch bei Team I die Konzentration weg und auch das Spiel um Platz drei gegen die HH Dragoons, die mit Hilfe von einigen älteren Spielern aus den anderen Teams das Turnier bestritten, ging – nach 11:6 Führung – noch unglücklich mit 11:13 verloren. 

Beide Teams der Roadrunners haben sich hervorragend geschlagen in einem Turnier, wo die körperlichen und altersmäßigen Unterschiede für jedermann offensichtlich waren. Wir als Roadrunners Berlin haben einen guten Eindruck hinterlassen und konnten viele, viele Erfahrungen sammeln. Besonders ist zu erwähnen, dass beide Mannschaften der Roadrunners sich zu jeder Zeit gegenseitig unterstützt haben und kein Spieler die jeweiligen Spiele der anderen Mannschaft verpasste. Der Zusammenhalt war enorm und die lautstarke Unterstützung deutlich in der Halle zu hören. Vielen Dank an alle mitgefahrenen Tossies und ihre Eltern: Ihr wart großartig! Auch mit Geschlossenheit und Teamgeist haben wir uns sehr gut in Rostock präsentiert. Besonderen Dank nochmals an alle Coaches (Alexis, Mirco, Peter und Thomas), daß sie den ganzen Tag für Jedermann ansprechbar waren, sich in den einzelnen Spielen perfekt unterstützt haben und dieses Event für das Tossballteam erst möglich gemacht haben. 

Schön war es in Rostock und für die Eltern, Coaches und natürlich allen voran für die Kinder ein absolutes Highlight. Wir sagen Danke für die Einladung nach Rostock und für die Organisation des Turniers.  Wir werden sicherlich wiederkommen.

(aus Rostock berichtet: Anja Kilian)

Der Turnierbericht der Lütjensee Lakers zeigt, dass die mit ihrem Jugendteam antraten, um sich auf ihren eigenen Cup vorzubereiten.

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